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Wärmemanagement in lüfterlosen Industrie-PCs: So funktioniert passive Kühlung

TSL Automation Solutions 9. Juli 2024 Aktualisiert am 18.05.2026
Lüfterloser Industrie-PC, Thermomanagement mit passiver Kühlung, TSL Automation Solutions
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Inhaltsverzeichnis

So funktioniert die passive Kühlung in lüfterlosen PCs

In einem lüfterlosen Industrie-PC gelangt die Prozessorwärme über ein Wärmeleitmaterial (TIM) auf eine Kupfer- oder Aluminiumverteilerplatte, über Heatpipes (bei manchen Designs) an die Gehäusewände und wird dann über die Außenfläche durch Strahlung und Konvektion an die Umgebungsluft abgegeben. Das gesamte Gehäuse wirkt als Kühlkörper: Außenrippen an Ober- und Seitenflächen maximieren die Oberfläche für die Wärmeabfuhr.

TDP: Die entscheidende Designgrenze

Jedes lüfterlose Gehäuse hat eine maximale TDP-Freigabe (Thermal Design Power), typischerweise 15 W, 25 W, 35 W, 45 W oder 65 W. Die TDP des Prozessors darf die Gehäusefreigabe nicht überschreiten, andernfalls drosselt der Prozessor thermisch (reduziert den Takt, um die Wärmeabgabe zu senken) oder löst im Extremfall eine thermische Abschaltung aus. Stimmen Sie die Prozessor-TDP immer auf die Gehäusespezifikation ab.

Einfluss der Umgebungstemperatur

Die Effizienz der passiven Kühlung sinkt mit steigender Umgebungstemperatur, weil die Temperaturdifferenz zwischen Gehäuseoberfläche und Umgebungsluft kleiner wird. Ein lüfterloser PC, der mit einem 35-W-Prozessor für 60 °C Umgebungstemperatur freigegeben ist, ist mit einem 45-W-Prozessor unter Umständen nur noch für 45 °C freigegeben. Prüfen Sie immer die thermischen Derating-Kurven im Produktdatenblatt.

Best Practices für die Installation

  • Luftzirkulation um das Gehäuse ermöglichen: nicht direkt an einer Wand oder in einem geschlossenen Gehäuse ohne Belüftungsvorkehrungen installieren
  • Stapeln vermeiden: mehrere lüfterlose PCs nicht ohne Abstand für die Wärmeabfuhr übereinander stapeln
  • Umgebungstemperatur überwachen: wenn die Temperaturen im Schaltschrank die zulässige Umgebungstemperatur überschreiten, den Schaltschrank (nicht den PC selbst) mit Zwangsbelüftung ausstatten
  • Rippen richtig ausrichten: wenn das Gehäuse Rippen hat, diese vertikal ausrichten, um die natürliche Konvektion zu maximieren

Häufig gestellte Fragen

Lüfterlose Industrie-PCs leiten die Wärme des Prozessors über ein Wärmeleitmaterial (TIM) an einen Wärmeverteiler und dann über Heatpipes oder direkte Wärmeleitung durch die Aluminiumgehäusewände an die Außenfläche, wo natürliche Konvektion oder Wärmeleitung an eine Montagefläche die Wärme an die Umgebung abgibt. Der gesamte Prozess beruht auf gutem thermischem Kontakt an jeder Schnittstelle, ohne Luftbewegung im abgedichteten Gehäuse.
Gut konstruierte lüfterlose Industrie-PCs mit Prozessoren von 15 bis 25 W TDP arbeiten zuverlässig bei Umgebungstemperaturen von 0 bis 60 °C. Modelle mit Ultra-Low-Power-Prozessoren (6 bis 10 W TDP) können bei bis zu 70 °C Umgebungstemperatur betrieben werden. Der Betrieb oberhalb der spezifizierten Temperatur führt zu thermischer Drosselung (der Prozessor reduziert die Taktrate, um die Wärme zu begrenzen) und beschleunigt die Alterung der Komponenten. Prüfen Sie die spezifizierte Betriebstemperatur stets gegen Ihre tatsächliche Installationsumgebung.
Ja. Lüfterlose Industrie-PCs erbringen thermisch die beste Leistung bei vertikaler Montage (die natürliche Konvektion unterstützt den Wärmestrom von der warmen Gehäuseoberfläche nach oben) oder bei horizontaler Montage auf einer wärmeleitenden Metallplatte (die Wärme wird direkt vom Gehäuse abgeführt). Die Montage in einem isolierten Gehäuse ohne Luftzirkulation erhöht die Gehäusetemperatur erheblich. Prüfen Sie stets die thermischen Vorgaben des Herstellers für die in Ihrer Installation vorgesehene Montageausrichtung.
Moderne lüfterlose Industrie-PCs verfügen über einen thermischen Schutz: Der Prozessor drosselt automatisch seine Taktfrequenz, wenn sich die Sperrschichttemperatur dem Grenzwert nähert (typischerweise 100 bis 105 °C), und reduziert so die Wärmeabgabe auf Kosten der Leistung. Steigt die Temperatur weiter, löst das Betriebssystem eine thermische Abschaltung aus, um Hardwareschäden zu vermeiden. Ein System, das häufig drosselt oder sich thermisch abschaltet, weist darauf hin, dass die Installationsumgebung zu heiß ist oder der thermische Kontakt zur Montagefläche unzureichend ist.
Ja: TSL Automation Solutions stellt für alle von uns gelieferten lüfterlosen Avalue Industrie-PCs thermische Installationsrichtlinien bereit, einschließlich maximaler Umgebungstemperaturen, Empfehlungen zur Einbaulage und Hinweisen zur thermischen Auslegung des Gehäuses. Wenden Sie sich mit Ihren Gehäuseabmessungen und der Umgebungstemperatur an unser Team in Mumbai, um die thermische Eignung prüfen zu lassen.
Schlagwörter: Thermomanagement lüfterloser PC passive Kühlung Industrie-PC Wärmeabfuhr lüfterloser PC TDP-Grenze lüfterloser PC thermisches Design Industrie-PC
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Marketingleiterin, TSL Automation Solutions

Sanjana berichtet über Trends in der Industrieautomation, Produkteinführungen und Technologiethemen für TSL Automation Solutions, einen Distributor für HMI, Panel-PCs und Embedded-Computing-Systeme mit Sitz in Mumbai, der Hersteller in ganz Indien und weltweit beliefert.

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